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Thijn Brummelkamp

Biomedical genetics

Thijn Brummelkamp nutzt genetische Ansätze, um Gene zu identifizieren, die bei menschlichen Erkrankungen eine Rolle spielen. Seine Hauptinteressen liegen in der Krebsforschung, bei Infektionskrankheiten und der Wirkweise von Medikamenten.

Er entwickelte Technologien, die die genetische Analyse kultivierter Säugerzellen deutlich beschleunigen. Ein von ihm und seinen Kolleg*innen erstmals beschriebenes Verfahren zur stabilen RNA-Interferenz wird heute breit eingesetzt, um Genfunktionen in Säugerzellen gezielt zu untersuchen. Brummelkamp setzte diese Methode ein, um die Funktion von tausenden menschlichen Genen zu hemmen und gezielt solche zu identifizieren, die an Krankheitsprozessen beteiligt sind.

In jüngerer Zeit entwickelte er eine Methode für haploide genetische Screens in menschlichen Zellen mittels Insertionsmutagenese. Diese Strategie ermöglichte es ihm, zelluläre Wirtsfaktoren zu identifizieren, die von unterschiedlichen Krankheitserregern genutzt werden.

Biosketch

Thijn Brummelkamp nutzt genetische Verfahren in menschlichen Zellen, um krankheitsrelevante Gene zu identifizieren. Sein wissenschaftliches Interesse gilt insbesondere der Krebsbiologie, Infektionsforschung und dem Wirkmechanismus von Therapeutika.

Während seiner Promotion entwickelte er ein System zur Expression von shRNA-Molekülen und ermöglichte damit die Geninhibition durch stabile RNA-Interferenz. Später etablierte er ein Verfahren für haploide genetische Screens in menschlichen Zellen, das auf Insertionsmutagenese basiert. Mit dieser Methode konnte er unter anderem den lysosomalen Cholesterintransporter NPC1 als lang gesuchten intrazellulären Rezeptor des Ebola-Virus identifizieren.

Thijn Brummelkamp studierte Biologie an der Freien Universität Amsterdam und schloss sein Studium 1998 mit dem Master ab. Seine Promotion absolvierte er am Niederländischen Krebsinstitut (NKI) im Labor von Prof. René Bernards. 2004 wurde er als Whitehead Fellow an das Whitehead Institute in Cambridge (USA) berufen und startete dort sein unabhängiges Forschungsprogramm. 2011 kehrte er mit seinem Labor ans NKI zurück und wurde gleichzeitig Adjunct Principal Investigator am CeMM.

Für seine Forschung erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Antoni van Leeuwenhoek Award (2003), den Jahrespreis der niederländischen Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (NVBMB) (2004), die Aufnahme in die Liste der weltweit „Top 35 Young Innovators“ des MIT Technology Review (2005) sowie die Goldmedaille der EMBO (2013).

Ausgewählte Publikationen

Nieuwenhuis J, Adamopoulos A, Bleijerveld OB, Mazouzi A, Stickel E, Celie P, Altelaar M, Knipscheer P, Perrakis A, Blomen VA, Brummelkamp TR. Vasohibins encode tubulin detyrosinating activity. Science. 2017 Dec 15;358(6369):1453-1456. (abstract)

Brockmann M, et al. Genetic wiring maps of single-cell protein states reveal an off-switch for GPCR signaling. Nature. 2017; 546:307-311. (abstract)

Staring J, von Castelmur E, Blomen VA, van den Hengel LG, Brockmann M, Baggen J, Thibaut HJ, Nieuwenhuis J, Janssen H, van Kuppeveld FJ, Perrakis A, Carette JE, Brummelkamp TR. PLA2G16 represents a switch between entry and clearance of Picornaviridae. Nature. 2017 Jan 19;541(7637):412-416. (abstract)

Blomen VA, Májek P, Jae LT, Bigenzahn JW, Nieuwenhuis J, Staring J, Sacco R, van Diemen FR, Olk N, Stukalov A, Marceau C, Janssen H, Carette JE, Bennett KL, Colinge J, Superti-Furga G, Brummelkamp TR. Gene essentiality and synthetic lethality in haploid human cells. Science. 2015 Nov 27;350(6264):1092-6. (abstract)

Blomen VA, Májek P, Jae LT, Bigenzahn JW, Nieuwenhuis J, Staring J, Sacco R, van Diemen FR, Olk N, Stukalov A, Marceau C, Janssen H, Carette JE, Bennett KL, Colinge J, Superti-Furga G, Brummelkamp TR. Gene essentiality and synthetic lethality in haploid human cells. Science. 2015 Nov 27;350(6264):1092-6. (abstract)

Thijn Brummelkamp

Thijn Brummelkamp
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