VRNetzer
Netzwerke bieten eine wirkungsvolle Methode, um komplexe Systeme darzustellen und zu analysieren. Ihre Visualisierung stößt jedoch – je nach Größe und Komplexität des Netzwerks – schnell an Grenzen. Ein Beispiel dafür sind Proteininteraktionen im menschlichen Körper: Sie bilden ein äußerst komplexes System, das sich kaum in seiner Gesamtheit abbilden lässt.
Der VRNetzer ist eine Projektzusammenarbeit zwischen der Gruppe von CeMM-Adjunkt PI Jörg Menche und anderen medizinischen Gruppen, wie zum Beispiel jener von Kaan Boztug, CeMM-Adjunkt PI, Professor an der Universität Bonn und ehemaliger wissenschaftlicher Direktor des CCRI in Wien. Die immersive Virtual-Reality-Plattform einschließlich VR-Brillen ermöglicht es den Benutzer:innen tief in riesigen molekularen Netzwerke einzutauchen, die genetischen Erkrankungen zugrunde liegen.
Ein speziell entwickeltes System mit VR-Brille ermöglicht es Nutzer:innen, tief in die komplexen molekularen Netzwerke hinter genetischen Erkrankungen einzutauchen. Dieses neuartige VR-Erlebnis vermittelt einen ersten Eindruck davon, wie Menschen und Maschinen künftig zusammenarbeiten könnten, um komplexe medizinische Daten zu visualisieren und zu erforschen – zum Nutzen von Wissenschaft und Patient:innen.