Drehen Sie sich um, denken Sie um, laden Sie Ihr Gehirn neu auf … Die CeMM Brain Lounge ist mehr als ein Raum: Sie ist eine Kunstinstallation, ein Ort der Begegnung – und ein offenes Experiment, das der Kraft des Denkens gewidmet ist.
Gestaltet wurde die Brain Lounge von Walking Chair (Karl Emilio Pircher und Fidel Peugeot) in enger Zusammenarbeit mit den CeMM-Direktor:innen Giulio Superti-Furga und Anita Ender. Das zentrale Element bildet ein Karussell mit 14 Ledersesseln und einem „Lazy Susan“ mit einem Kunstwerk von Peter Kogler. Die Rückseiten der Sessel sind abnehmbar und für die künstlerische Gestaltung durch wechselnde Positionen vorgesehen. Derzeit zu sehen sind Arbeiten von Adriana Czernin, Titanilla Eisenhart, Jonas Feferle, Thomas Feuerstein, Dorothee Golz, Markus Hanakam & Roswitha Schuller, Zenita Komad, Hans Kupelwieser, Alois Mosbacher, Klaus Pamminger, Eva Schlegel, Manfred Wakolbinger Martin Walde sowie Jun Yang. Die Wände der Lounge zeigen Werke von Hubert Scheibl und Esther Stocker. Die Decke ist gespickt mit „Sister Blister“-Lampen von Walking Chair – wolkenartigen Leuchtkörpern, die den Raum strukturieren. Die speziell für die Lounge entworfenen Outfits stammen vom in Berlin tätigen Modedesigner Daniel Kroh.
Die feierliche Eröffnung der CeMM Brain Lounge fand am 19. November 2012 im Rahmen der Vienna Art Week statt – einem Kunstereignis von internationalem Rang. Vertreter:innen der Wissenschaft und zahlreiche Kunstinteressierte waren eingeladen, mit den beteiligten Künstler:innen und Designer:innen ins Gespräch zu kommen und den Raum im achten Stock des CeMM zu erleben – mit Blick auf die Wiener Skyline. Seitdem haben zahlreiche „Brain Lounge-Fahrten“ mit sehr unterschiedlichen Gruppen stattgefunden – stets im Sinne ihres Konzepts: ein Ort der Inspiration und Ideenfindung zu sein.
Jede Reise beginnt mit einem symbolischen Ritual, das dazu einlädt, den beruflichen Alltag für einen Moment abzulegen und eine neue Perspektive einzunehmen. In einer sich wandelnden Umgebung aus Kunst, Design und science-fictionhafter Atmosphäre werden Besucher:innen ermutigt, spielerisch zu denken – unterstützt durch die langsame Rotation des Karussells, die ständig wechselnde Blickwinkel erzeugt und ein Gefühl von Gemeinschaft schafft. Ein Logbuch steht bereit, um Gedanken und Eindrücke festzuhalten. Mit ihrer Verbindung von Kunst, Wissenschaft, Medizin und Design ist die Brain Lounge als Raum konzipiert, in dem neue Ideen entstehen können. Sie ist ein lebendiges, sich kontinuierlich entwickelndes Projekt. Unser besonderer Dank gilt allen Künstler:innen, Spender:innen und Sponsor:innen, die die Realisierung dieses außergewöhnlichen Raums ermöglicht haben.