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Maria Rescigno

Geschäftsführerin (CEO) und Wissenschaftliche Direktorin

Maria Rescigno wurde mit November 2025 zur Wissenschaftlichen Direktorin des CeMM ernannt. Sie ging als beste Kandidatin aus einem hochkompetitiven Auswahlverfahren hervor, das von einem internationalen Berufungskomitee durchgeführt wurde. Maria Rescigno ist Professorin an der Humanitas University, wo sie als Vizerektorin für Forschung sowie als stellvertretende Wissenschaftliche Direktorin und Forschungsgruppenleiterin am Humanitas Research Hospital in Mailand tätig war. Dort leitet sie das Immunologie-Programm sowie das Labor für Mukosale Immunologie und Mikrobiota. Maria Rescigno schloss 1990 ihr Biologiestudium an der Universität Mailand ab. Von 1991 bis 1994 arbeitete sie als Visiting Scholar an der University of Cambridge (UK) im Department of Biochemistry. Von 1995 bis 1999 war sie am National Research Council in Mailand tätig, wo sie 1999 ihren PhD in Pharmakologie und Toxikologie erwarb. Von 1999 bis 2001 arbeitete sie an der Universität Milano-Bicocca, wo sie sich auf Angewandte Biotechnologie spezialisierte. Zwischen 2001 und 2017 leitete sie die Abteilung für Dendritische Zellbiologie und Immuntherapie am Department of Experimental Oncology des European Institute of Oncology. Von 2008 bis 2013 war sie Gastprofessorin an der Universität Oslo. Ihre unternehmerische Stärke zeigt sich unter anderem in mehreren Patenten; 2016 gründete sie das mikrobiota-basierte Start-up Postbiotica. Maria Rescigno ist Autorin von über 250 Publikationen in renommierten Fachzeitschriften, und ihre Forschung wurde durch prestigeträchtige ERC-Grants gefördert. 2007 wurde sie als EMBO Young Investigator ausgezeichnet, 2011 in die EMBO aufgenommen und ist seit 2019 Mitglied sowie ab 2024 Vorsitzende des EMBO Council. Sie wurde mit mehreren Preisen geehrt, darunter dem Pezcoller-Marina Larcher Fogazzaro-EACR Women in Cancer Research Award, und ist Mitglied der Italienischen Akademie der Wissenschaften (Accademia dei Lincei).

Anita Ender

Geschäftsführerin (CEO) und Administrative Direktorin

Anita Ender wurde 1979 in Tirol geboren. Sie besuchte eine Handelsakademie und verfügt über eine fundierte Ausbildung im Bereich Human Resources und Management. Berufliche und lebenswissenschaftliche Erfahrung sammelte sie bei Sandoz (ehemals Biochemie) in Kundl, am Institut für Biomedizinische Alternsforschung in Innsbruck sowie am Institut für Pathophysiologie der Medizinischen Universität Innsbruck. Anschließend arbeitete sie drei Jahre für Georg Wick, den Präsidenten des Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF), in Wien, bevor sie 2005 an das CeMM, das Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, wechselte. Sie spielte eine maßgebliche Rolle beim Aufbau des Instituts, verantwortete die Bereiche Human Resources und Finanzen und war eine geschätzte Dialogpartnerin für Giulio Superti-Furga, den Gründungsdirektor des CeMM. Seit September 2013 ist Anita Ender CEO des CeMM und verantwortlich für alle administrativen, rechtlichen und wissenschaftlichen Supportbereiche des Instituts. Seit 2026 leitet sie das Institut gemeinsam mit Maria Rescigno, der neuen wissenschaftlichen Direktorin des CeMM. Anita Ender ist zudem Geschäftsführerin von AITHYRA, dem Forschungsinstitut für Biomedizinische Künstliche Intelligenz der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Gemeinsam mit Michael Bronstein, dem Gründungsdirektor von AITHYRA, verfasste sie einen Businessplan zur Einwerbung von 150 Millionen Euro Fördermitteln von der gemeinnützigen Boehringer Ingelheim Stiftung. AITHYRA wurde 2024 in Wien gegründet. Darüber hinaus wurde Anita Ender zum Vorstandsmitglied der 26 Institutsdirektor:innen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gewählt und ist Mitglied der Strategy Group von EU-LIFE, einer Allianz von 17 führenden Life-Science-Instituten in Europa.

Giulio Superti-Furga

Gründungsdirektor

Giulio Superti-Furga, Ph.D., ist Gründungsdirektor des CeMM, das er bis Ende 2025 auch als Wissenschaftlicher Direktor geleitet hat, und Professor für Medizinische Systembiologie am Zentrum für Physiologie der Medizinischen Universität Wien. Von 2024 bis 2025 war er wissenschaftlicher Direktor der Ri.MED Foundation in Palermo, Italien, und gleichzeitig Vorsitzender von EU-LIFE, dem Zusammenschluss von siebzehn führenden europäischen Life-Science-Instituten. Für drei Jahre (2017-2019) war er Mitglied des Wissenschaftlichen Rates des ERC (European Research Council). Er absolvierte seine Studien in Molekularbiologie an der Universität Zürich, Schweiz, bei Genentech Inc., South San Francisco, USA, und am Institut für Molekulare Pathologie in Wien (IMP), Österreich. Bis 2004 war er Postdoktorand und Teamleiter am Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL). Mehrere Jahre lang war er Professor für Biotechnologie an der Universität Bologna. Im Jahr 2000 war er Mitbegründer des Biotechnologieunternehmens Cellzome Inc., wo er fünf Jahre lang Wissenschaftlicher Direktor und für den Forschungsstandort Heidelberg verantwortlich war. Er war auch Mitbegründer der Biotechnologieunternehmen Haplogen, Allcyte, Proxygen und Solgate. Seine bedeutendsten wissenschaftlichen Beiträge sind die Aufklärung grundlegender regulatorischer Mechanismen von Tyrosinkinasen in menschlichen Krebserkrankungen, die Entdeckung grundlegender Organisationsprinzipien des Proteoms höherer Organismen und die Entdeckung einer Reihe von Schlüsselproteinen in der angeborenen Immunität. Seit über zehn Jahren leitet er internationale Bemühungen, die Funktion des menschlichen Transportoms, des Ensembles von Membrantransportern, zu verstehen. Am CeMM förderte er einen einzigartigen Modus der Superkooperation, der Biologie mit Medizin, Experimente mit Modellrechnungen, Entdeckung mit Übersetzung und Wissenschaft mit Gesellschaft und Kunst verbindet. Giulio Superti-Furga ist Mitglied von fünf Wissenschaftsakademien, darunter die Österreichische Akademie der Wissenschaften und die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina.