Giulio Superti-Furga wird Gründungsdirektor des Grazer CORI-Instituts

Das CeMM gratuliert seinem ehemaligen Wissenschaftlichen Direktor Giulio Superti-Furga zur Ernennung zum wissenschaftlichen Gründungsdirektor des CORI-Instituts für Stoffwechselforschung in Graz!
Das CORI Institut entstand in einer einzigartigen Partnerschaft der ÖAW mit der Universität Graz, der Medizinischen Universität Graz und der Technischen Universität Graz. CORI strebt an, Europas führendes interdisziplinäres Zentrum für Metabolismusforschung zu werden: Stoffwechselprozesse in Zellen werden systematisch, experimentell und molekularbiologisch untersucht und mithilfe mathematischer Methoden modelliert – mit dem Ziel, gezielt in diese Prozesse einzugreifen, sie zu verändern und neue therapeutische und technologische Lösungen zu entwickeln.
Exzellenter Forscher, erfahrener Gestalter
Giulio Superti-Furga ist einer der renommiertesten biomedizinischen Wissenschaftler Europas mit langjähriger Führungserfahrung in Forschungsinstitutionen. Als Gründungsdirektor des CeMM, das er zwei Jahrzehnte lang als Direktor leitete, baute er ein international anerkanntes Institut an der Schnittstelle von Biologie, Medizin und Datenwissenschaft auf. Der vierfache ERC-Preisträger ist Professor für Medizinische Systembiologie an der Medizinischen Universität Wien, Mitglied in fünf wissenschaftlichen Akademien sowie Mitbegründer von fünf Biotechnologieunternehmen. Zuletzt war Superti-Furga aufgrund seiner Expertise am Aufbau des Forschungszentrums der Ri.MED Foundation in Palermo beteiligt. 2024 und 2025 hatte zudem den Vorsitz von EU LIFE, dem führenden Netzwerk von Life Science Instituten in Europa, inne. Am CeMM bleibt Superti-Furga weiterhin Adjunct Principal Investigator.
Gesundheit im Fokus
Das CORI-Institut ist nach Gerty und Carl Cori benannt, die als Ikonen der Stoffwechselforschung gelten und 1947 mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet wurden. CORI wird sich mit großen Herausforderungen der menschlichen Gesundheit befassen und soll das führende Zentrum für stoffwechselorientierte Wissenschaft werden, das Vorhersagemodelle für Gesundheit und Krankheit sowie neue Strategien zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Menschen ermöglicht. Durch die Kombination experimenteller Ansätze mit künstlicher Intelligenz und mathematischen Verfahren zielt das Institut darauf ab, umfassende Modelle des menschlichen Stoffwechsels zu entwickeln und diese in neue Therapien zu übersetzen sowie metabolische Systeme gezielt zu entwerfen, zu modulieren und technisch nutzbar zu machen. Am Institut werden Forschende aus Biologie, Medizin, Mathematik, Informatik und Ingenieurwesen in Teams zusammenarbeiten.
Giulio Superti-Furga, Gründungsdirektor des CORI-Instituts: „Es ist mir eine Ehre und ein Privileg, das CORI-Institut in Graz aufzubauen und die Grazer Exzellenz in der Stoffwechselforschung zu nutzen, um einen neuen internationalen Leuchtturm zu schaffen. Metabolismus ist nicht nur ein Forschungsfeld unter vielen: Er ist die ordnende Logik des Lebens. Unser Ziel ist es, eine neue Art von Institut zu schaffen, das Mathematik, Künstliche Intelligenz und experimentelle Biologie verbindet, um den Stoffwechsel verständlich und vorhersagbar zu machen und ihn darüber hinaus aktiv zu gestalten, zu steuern und für technologische Anwendungen zu erschließen. Bei CORI sehe ich die Chance, meine Erfahrung im Aufbau und in der Gestaltung von Forschungseinrichtungen einzubringen, um ein Institut zu schaffen, das die attraktivsten und zukunftsweisendsten Elemente der modernen biomedizinischen Wissenschaft vereint.“
ÖAW-Präsident Heinz Faßmann: „Metabolismus hat sich zu einem der zentralen Zukunftsfelder der modernen Biomedizin entwickelt. Mit Giulio Superti-Furga haben wir einen international herausragenden Wissenschaftler und ausgewiesenen Gestalter wissenschaftlicher Institutionen gewonnen, um das CORI-Institut aufzubauen. Er bringt ein starkes internationales Netzwerk mit sowie enge Verbindungen zu den Life-Science-Instituten der Akademie und zur ÖAW insgesamt. Durch diese Konstellation rückt Graz noch stärker in den Mittelpunkt unseres Engagements in der Steiermark und festigt seine Stellung als führender Standort für biomedizinische Forschung in Österreich und darüber hinaus.“
Als Schwesterinstitut innerhalb der ÖAW mit einem gemeinsamen Anspruch, die biomedizinische Forschung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit voranzutreiben, freut sich das CeMM auf viele zukünftige Berührungspunkte, wissenschaftlichen Austausch und Zusammenarbeit mit dem neuen CORI Institute. Die Gründung von CORI stellt eine spannende Erweiterung der österreichischen Life-Science-Landschaft dar und setzt ein starkes Zeichen für die Zukunft international vernetzter, datengetriebener und translationaler biomedizinischer Forschung.
Wir gratulieren Giulio Superti-Furga herzlich zu diesem neuen Kapitel und wünschen ihm viel Erfolg beim Aufbau dieses bedeutenden neuen Forschungsinstituts in Graz.

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